A N A B A S I S

Thalatta ! Thalatta !

Schlagwort-Archiv: Michael Verleih

„…davor sei immer gewarnt worden“? Ach?? Werwowannwiewas??? Genau!








Sonntag, 24. August 2025: Sehmann an Mephisto

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Sonntag, 24. August 2025, Deutschlandfunk:

Bundesinnenminister Dobrindt drängt angesichts des Falls der Rechtsextremistin Liebich auf Anpassungen beim Selbstbestimmungsgesetz der Vorgängerregierung.

Niemand könne wollen, dass solche Beispiele Schule machten, sagte der CSU-Politiker dem Stern. Justiz, Öffentlichkeit und Politik würden zum Narren gehalten. Genau davor sei immer gewarnt worden. Deshalb müsse das Gesetz angepasst werden. Nötig sei eine Debatte darüber, wie klare Regeln gegen den Missbrauch des Geschlechterwechsels wieder verankert werden könnten. Auch Familienministerin Prien kritisierte Schwächen des Gesetzes. Zugleich betonte die CDU-Politikerin, niedrigschwellige geschlechtliche Selbstbestimmung sei wichtig.

Die Rechtsextremistin Liebich wurde vor zwei Jahren – damals noch als Mann – zu einer Haftstrafe verurteilt. Nun soll sie diese in einem Frauengefängnis verbüßen. Im Raum steht der Verdacht, sie habe den Geschlechtseintrag nur geändert, um die Haft zu beeinflussen und das Selbstbestimmungsgesetz lächerlich zu machen.

Wladimirs nützlicher Idiot








Sonntag, 17. August 2025: Sehmann an Mephisto

Es gibt geflügelte Worte, die erstaunlich treffsicher das Wesen ziemlich komplizierter Erscheinungen zum Ausdruck bringen.

(Putschist, Massenmörder und damaliger russischer Auftraggeber von Auftragsmorden Wladimir Iljitsch Uljanow, genannt Lenin)

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Massenerschießungen sind ein legitimes Mittel der Revolution.

(Putschist, Massenmörder und damaliger russischer Auftraggeber von Auftragsmorden Wladimir Iljitsch Uljanow, genannt Lenin)

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Die Kapitalisten werden uns noch den Strick verkaufen, mit dem wir sie aufknüpfen.

(Putschist, Massenmörder und damaliger russischer Auftraggeber von Auftragsmorden Wladimir Iljitsch Uljanow, genannt Lenin)

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Mit „nützlicher Idiot“ im leninschen Sinn ist hier heute ausnahmsweise einmal nicht gemeint Gerhard Schröder, Matthias Platzeck, Ralf Stegner, Rolf Mützenich, Sarah Wagenknecht, Alice Weidel etc. pp.

Ausnahmsweise!

„Extremsport“








Freitag, 8. August 2025: Serapion an Mephisto

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Der Handstand auf der Loreley

(Nach einer wahren Begebenheit)

Die Loreley, bekannt als Fee und Felsen,

ist jener Fleck am Rhein, nicht weit von Bingen,

wo früher Fischer mit verdrehten Hälsen,

von blonden Haaren schwärmend, untergingen.

Wir wandeln uns. Die Schiffer inbegriffen.

Der Rhein ist reguliert und eingedämmt.

Die Zeit vergeht. Man stirbt nicht mehr beim Schiffen,

bloß weil ein blondes Weib sich dauernd kämmt.

Nichtsdestotrotz geschieht auch heutzutage

noch manches, was der Steinzeit ähnlich sieht.

So alt ist keine deutsche Heldensage,

daß sie nicht doch noch Helden nach sich zieht.

Erst neulich machte auf der Loreley

hoch überm Rhein ein Turner einen Handstand!

Von allen Dampfern tönte Angstgeschrei,

als er kopfüber oben auf der Wand stand.

Er stand, als ob er auf dem Barren stünde.

Mit hohlem Kreuz. Und lustbetonten Zügen.

Man frage nicht: Was hatte er für Gründe?

Er war ein Held. Das dürfte wohl genügen.

Er stand, verkehrt, im Abendsonnenscheine.

Da trübte Wehmut seinen Turnerblick.

Er dachte an die Loreley von Heine.

Und stürzte ab. Und brach sich das Genick.

Er starb als Held. Man muß ihn nicht beweinen.

Sein Handstand war vom Schicksal überstrahlt.

Ein Augenblick mit zwei gehobnen Beinen

ist nicht zu teuer mit dem Tod bezahlt!

P.S. Eins wäre allerdings noch nachzutragen:

Der Turner hinterließ uns Frau und Kind.

Hinwiederum, man soll sie nicht beklagen.

Weil im Bezirk der Helden und der Sagen

die Überlebenden nicht wichtig sind.

ERICH KÄSTNER (1899 – 1974)

Ein Geburtstag nebst einem Todestag








Freitag, 1. August 2025: Sehmann an Mephisto

 

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lichtung

 

manche meinen

lechts und rinks

kann man nicht

velwechsern.

werch ein illtum!

 

Ernst Jandl, geboren heute vor 100 Jahren

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Hierzu erklärt der DUDEN Band 12 (Ausgabe 2008) unter dem Stichwort „Manche meinen, lechts und rinks kann man nicht velwechsern“:

Die vierte (sic!) und letzte Zeile lautet: ‚werch ein illtum!‘ Das Zitat wird (auch in der kürzeren Form ‚lechts und rinks kann man nicht velwechsern‘) als scherzhafter oder ironischer Kommentar gebraucht, wenn jemandem eine Verwechslung unterläuft.“

Werch ein poritisch kollektel Einfarr!

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Montag, 28. Juli 2025, Deutschlandfunk:

RAF-MitbegründerHolocaust-Leugner Horst Mahler gestorben

Der Holocaust-Leugner Horst Mahler ist im Alter von 89 Jahren gestorben.

Das teilte einer seiner Rechtsanwälte mit. Mahler, der einer der Mitbegründer der linksextremistischen Terrororganisation Rote Armee Fraktion war, wechselte in den 1990er Jahren ins rechtsradikale Lager. Der Jurist wurde mehrfach verurteilt. So verbüßte er wegen Volksverhetzung und Holocaust-Leugnung zwei Haftstrafen von insgesamt mehr als zehn Jahren. Im Oktober 2020 wurde er aus dem Gefängnis entlassen. Im April 2023 wurde ein weiterer Prozess gegen ihn wegen einer schweren Krankheit vorläufig eingestellt.

 

Offenkundig








Freitag, 25. Juli 2025: Sehmann an Mephisto

Öffentlich-rechtliche Berichterstattung:

Freitag, 18. Juli 2025, Deutschlandfunk, 13′-Uhr-Nachrichten:

Bundeskanzler Merz sieht nach eigenen Angaben keine Möglichkeit mehr, dass der Handelskonflikt zwischen den USA und der EU mit einem Zoll-Verzicht endet.

US-Präsident Trump brauche die Einnahmen, um Steuersenkungen gegenfinanzieren zu können, sagte Merz auf einer Pressekonferenz in Berlin. Er unterstütze die EU-Kommission deshalb in ihren Bemühungen um einen vernünftigen Kompromiss. Nach Angaben des Kanzlers befinden sich die Gespräche mit Washington in der Schlussphase. Je niedriger die Zölle am Ende ausfielen, desto besser sei es für beide Seiten.“

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Öffentlich-rechtliche Berichterstattung:

Freitag, 18. Juli 2025, Deutschlandfunk, 18′-Uhr-Nachrichten:

Bundeskanzler Merz hat die Menschen in Deutschland auf größere finanzielle Belastungen eingestimmt.

Der CDU-Politiker sagte in Berlin, die Bevölkerung müsse wissen, dass für Altersvorsorge, Gesundheitsvorsorge und Pflegebedürftigkeit im Alter höhere Anstrengungen von allen unternommen werden müssten. Dies sei nicht alleine mit Geld vom Staat zu leisten. Die Gesellschaft müsse sich darüber verständigen, wie das verfügbare Einkommen in Zukunft verwendet werde, betonte Merz. Details nannte der Kanzler nicht.“

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Berichterstattung Bild:

Samstag, 19. Juli 2025, Bild:

Merz: ‚Wir haben es offenkundig nicht geschafft!‘

Kanzler Friedrich Merz (69, CDU) ging in seiner ersten großen Sommer-Pressekonferenz auf Distanz zur berühmtesten Aussage seiner Vor- Vorgängerin Angela Merkel (71, CDU). Merkel hatte vor zehn Jahren auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise den Satz ‚Wir schaffen das!‘ gesagt. Merz machte nun am selben Ort – der Bundespressekonferenz klar, dass Merkel aus seiner Sicht zu blauäugig war, was den Flüchtlingszustrom betrifft. Er sagte: ‚Heute wissen wir, dass wir es in diesem Bereich, den sie gemeint hat, offenkundig nicht geschafft haben.'“

 

Für denkende, also seltene Menschen








Freitag, 18. Juli 2025: Serapion an Mephisto

 

Die Zufriedenheit

 

Wenn aus dem Leben kann ein Mensch sich finden,

Und das begreifen, wie das Leben sich empfindet,

So ist es gut; wer aus Gefahr sich windet,

Ist wie ein Mensch, der kommt aus Sturm und Winden.

 

Doch besser ists, die Schönheit auch zu kennen,

Einrichtung, die Erhabenheit des ganzen Lebens,

Wenn Freude kommt aus Mühe des Bestrebens,

Und wie die Güter all in dieser Zeit sich nennen.

 

Der Baum, der grünt, die Gipfel von Gezweigen,

Die Blumen, die des Stammes Rind‘ umgeben,

Sind aus der göttlichen Natur, sie sind ein Leben,

Weil über dieses sich des Himmels Lüfte neigen.

 

Wenn aber mich neugierge Menschen fragen,

Was dieses sei, sich für Empfindung wagen,

Was die Bestimmung sei, das Höchste, das Gewinnen,

So sag ich, das ist es, das Leben, wie das Sinnen.

 

Wen die Natur gewöhnlich, ruhig machet,

Er mahnet mich, den Menschen froh zu leben,

Warum? die Klarheit ists, vor der auch Weise beben,

Die Freudigkeit ist schön, wenn alles scherzt und lachet.

 

Der Männer Ernst, der Sieg und die Gefahren,

Sie kommen aus Gebildetheit, und aus Gewahren,

Es geb ein Ziel; das Hohe von den Besten

Erkennt sich an dem Sein, und schönen Überresten.

 

Sie selber aber sind, wie Auserwählte,

Von ihnen ist das Neue, das Erzählte,

Die Wirklichkeit der Taten geht nicht unter,

Wie Sterne glänzen, gibts ein Leben groß und munter.

 

Das Leben ist aus Taten und verwegen,

Ein hohes Ziel, gehalteners Bewegen,

Der Gang und Schritt, doch Seligkeit aus Tugend

Und großer Ernst, und dennoch lautre Jugend.

 

Die Reu, und die Vergangenheit in diesem Leben

Sind ein verschiednes Sein, die eine glücket

Zu Ruhm und Ruh, und allem, was entrücket,

Zu hohen Regionen, die gegeben;

 

Die andre führt zu Qual, und bittern Schmerzen,

Wenn Menschen untergehn, die mit dem Leben scherzen,

Und das Gebild und Antlitz sich verwandelt

Von einem, der nicht gut und schön gehandelt.

 

Die Sichtbarkeit lebendiger Gestalt, das Währen

In dieser Zeit, wie Menschen sich ernähren,

Ist fast ein Zwist, der lebet der Empfindung,

Der andre strebt nach Mühen und Erfindung.

 

Friedrich Hölderlin (1770 – 1843), geschrieben in der zweiten Hälfte seines Lebens wahrscheinlich 1810/1811, einem Besucher in Tübingen ausgehändigt am 7. April 1837

202 CDU/CSU + 125 AfD + 117 SPD = 444








Freitag, 4. Juli 2025: Sehmann an Mephisto

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Freitag, 27. Juni 2025 (Siebenschläfer), 13′ Uhr, Deutschlandfunk:

Der Bundestag hat die Aussetzung des Familiennachzugs für Geflüchtete mit eingeschränktem Schutzstatus beschlossen.

Bei der namentlichen Abstimmung sprachen sich 444 Abgeordnete dafür aus und 135 dagegen. Enthaltungen gab es keine.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass eingeschränkt Schutzberechtigte zwei Jahre lang nur noch in Härtefällen Ehepartner oder minderjährige Kinder nach Deutschland holen können. Bisher gibt es für Angehörige ein Kontingent von 1.000 Visa pro Monat. Mit der Aussetzung wollen Union und SPD die Zahl der Geflüchteten senken und Städte und Kommunen entlasten. …

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Mittwoch, 29. Januar 2025, Deutschlandfunk:

Nach Debatte: Bundestag billigt Fünf-Punkte-Plan der Union zu Migration – AfD spricht von „neuer Epoche“, Grüne von „politischem Sündenfall“

Eine Woche nach der Messerattacke von Aschaffenburg hat die Union mit Stimmen der AfD einen Bundestagsbeschluss für einen härteren Kurs in der Migrationspolitik durchgesetzt – und für empörte Reaktionen gesorgt. Ein entsprechender Antrag der oppositionellen CDU/CSU-Fraktion fand eine Mehrheit.

In dem Fünf-Punkte-Plan fordert die Union unter anderem dauerhafte Grenzkontrollen zu allen Nachbarländern, ein Einreiseverbot für alle Menschen ohne gültige Einreisedokumente, auch wenn sie ein Schutzgesuch äußern.

Die Vorlage wurde in namentlicher Abstimmung von 348 Abgeordneten unterstützt: 187 Abgeordnete der Union, 75 AfD-Abgeordnete, 80 Angehörige der FDP-Fraktion sowie 6 Fraktionslose. …

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Donnerstag, 30. Januar 2025, Deutschlandfunk:

Migrationspolitik: Proteste in mehreren Städten nach gemeinsamer Abstimmung von Union und AfD

Nach der gemeinsamen Abstimmung von Union und AfD im Bundestag für eine verschärfte Migrationspolitik ist es zu weiteren Protestaktionen gekommen, unter anderem in Berlin, Leipzig und München. Bundesweit gingen zehntausende Menschen auf die Straße.

Vor der CDU-Parteizentrale in Berlin protestierten nach Angaben der Organisatoren 13.000 Menschen. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer auf mindestens 6.000. Laut einer Parteisprecherin waren im Vorfeld die Beschäftigten im Konrad-Adenauer-Haus aufgefordert worden, vorsorglich das Gebäude zu verlassen. Wie die Bild-Zeitung berichtet, sollen zudem 40 Vermummte die Geschäftsstelle der CDU in Berlin-Charlottenburg besetzt und verwüstet haben. In Freiburg sprach die Polizei von mindestens 10.000 Teilnehmern. Auch in Leipzig gingen mehrere tausend Menschen unter dem Motto „Merz & AfD stoppen“ auf die Straße. Die Polizei sprach von rund 5.000 Demonstranten in der Nähe eines CDU-Büros in der Innenstadt. In München mobilisierte das Bündnis „München ist bunt!“ mindestens 7.000 Menschen, die vor die CSU-Zentrale zogen. Auf der Kundgebung in Hannover sprach auch Ministerpräsident Weil von der SPD.

Auch in zahlreichen anderen Städten in Deutschland fanden Demonstrationen statt, so etwa in Dresden, Düsseldorf, Mainz und Kiel.

Auch für morgen sind dutzende Demonstrationen angemeldet. Die Organisation „Campact“ ruft zudem gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund und „Fridays for Future“ für Sonntag zu einem Zug durch das Berliner Regierungsviertel auf.

Um hinter den Kulissen weiter an der Bombe zu bauen








22. Juni 2025: Sehmann an Mephisto

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Samstag, 21. Juni 2025, DIE PRESSE:

Ganz scheint die iranische Führung den Ernst der Lage nicht erkannt zu haben. Das Regime der Islamischen Republik steht mit dem Rücken zur Wand. In der vergangenen Woche hat die israelische Armee die Spitzen der iranischen Armee und der Revolutionsgarden getötet, Atomanlagen zerstört und das gegnerische Raketenarsenal dezimiert. Die israelische Luftwaffe kann frei bis Teheran fliegen. Rasch beenden kann Teheran den Krieg nur, wenn es in einem verifizierbaren Abkommen auf sein Atomprogramm verzichtet. Diese Nachricht haben in Genf auch die drei europäischen Außenminister aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien dem Iran überbracht.

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Samstag, 21. Juni 2025, AUGSBURGER ALLGEMEINE:

Die Latte liegt hoch für den Iran. Wenn er den Krieg mit Israel tatsächlich auf dem Verhandlungsweg beenden will, müsste er seine bisherige Politik ins Gegenteil verkehren – nämlich sein Atomprogramm stoppen und Israel als Staat anerkennen, dessen Vernichtung in Teheran Staatsdoktrin ist. Außerdem hat der Iran bisher noch jede Verhandlungsrunde genutzt, um hinter den Kulissen weiter an der Bombe zu bauen.

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Samstag, 21. Juni 2025, Deutschlandfunk:

Irans Staatschef Peseschkian: „Werden Atomprogramm unter keinen Umständen einstellen“.

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Sonntag, 22. Juni 2025, Deutschlandfunk:

In der Nacht bombardierte das US-Militär iranische Atomanlagen. Präsident Trump sagte in einer Fernsehansprache, im Fokus des Einsatzes hätten die Anlagen in Natans, Isfahan sowie Fordo gestanden. Sie seien vollständig zerstört worden. Trump drohte Teheran zugleich mit weiteren Angriffen, sollte das Regime nicht schnell Frieden schließen.

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Sonntag, 22. Juni 2025, Deutschlandfunk:

US-Außenminister Rubio hat dem Iran erneut angeboten, sein Atomprogramm rein zivil und ohne Urananreicherung fortzusetzen. „Das iranische Regime sollte aufwachen und sagen ‚okay, wenn wir wirklich Atomenergie in unserem Land wollen, dann gibt es einen Weg es zu tun.“

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Sonntag, 22. Juni 2025, Deutschlandfunk:

Nach den US-Angriffen auf iranische Atomanlagen haben führende Oppositionelle des Iran das geistliche Oberhaupt des Landes, Ayatollah Ali Chamenei, zum Rücktritt aufgefordert. Der im Exil lebende Sohn des einstigen Schahs, Resa Pahlavi, rief Chamenei in einer eigenen Erklärung zum Rückzug auf. Auch Marjam Radschawi von den Volksmudschaheddin forderte in einer eigenen Erklärung seinen Rücktritt. Wo sich Chamenei derzeit aufhält, ist unklar. Israel hat nicht ausgeschlossen, den seit 1989 amtierenden 86-Jährigen zu töten. Oppositionsgruppen gehen davon aus, dass sich der Hardliner in einem Bunker tief unter der Erdoberfläche versteckt hält und nur mit wenigen Beratern in Kontakt steht.

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Ich bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.

Albert Einstein (1879 – 1955)

Nur noch wenige Wochen, um genug atomwaffenfähiges Material zu haben








Freitag, 13. Juni 2025: Sehmann an Mephisto

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Donnerstag, 12. Juni 2025, Deutschlandfunk, 13′-Uhr-Nachrichten:

Iranisches Atomprogramm: IAEA droht mit Einschaltung des UNO-Sicherheitsrates

Die Internationale Atomenergiebehörde droht dem Iran damit, wegen dessen Atomprogramms den UNO-Sicherheitsrat einzuschalten.

Ein Gremium der IAEA verabschiedete eine entsprechende Resolution. Darin wird festgestellt, dass Teheran gegen seine Verpflichtungen verstoßen habe, das gesamte Atomprogramm offenzulegen. Weiter heißt es, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass das iranische Atomprogramm auch militärische Ziele verfolge. Daher sei der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen nun zuständig.

Der Iran kritisierte die Resolution der IAEA und kündigte zugleich an, eine weitere Anlage zur Urananreicherung zu errichten.

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Donnerstag, 12. Juni 2025, Deutschlandfunk, 18′-Uhr-Nachrichten:

Nach Kritik von IAEA: Iran kündigt Bau einer neuen Anlage zur Urananreicherung an

Der Iran hat den Bau einer neuen Anlage zur Urananreicherung angekündigt.

Das teilten das Außenministerium und die iranische Atomenergiebehörde mit. Der Iran reagiere damit auf eine politisch motivierte Resolution der Internationalen Atomenergiebehörde.

Die IAEA hatte dem Iran kurz zuvor vorgeworfen, seine Verpflichtungen zur Nichtverbreitung von Atomwaffen verletzt zu haben – zum ersten Mal seit fast 20 Jahren. In der Resolution wird auch die Einschaltung des UNO-Sicherheitsrates angedroht.

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Freitag, 13. Juni 2025, POLITIKEN:

Dem Bericht zufolge bräuchte der Iran nur noch wenige Wochen, um genug atomwaffenfähiges Material zu haben.

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Freitag, 13. Juni 2025, Deutschlandfunk, 9′-Uhr-Nachrichten:

Eskalation im Nahen Osten: Israel greift Stellungen im Iran an – Chefs der Revolutionsgarde und der Armee getötet.

Israel greift seit dem frühen Morgen den Iran an. Die Attacke gilt laut Israels Armee militärischen Zielen. Zu diesen gehörten neben ballistischen Raketen auch iranische Nuklearanlagen. Der Iran habe sich mit seinem Atomprogramm auf eine unumkehrbare Schwelle zubewegt, hieß es zur Begründung. Das Regime sei der Anreicherung von Uran für Atomwaffen immer näher gekommen. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA bestätigte, dass die Uran-Anreicherungsanlage Natans bei dem Angriff getroffen worden sei. Erhöhte Strahlenwerte seien bislang nicht festgestellt worden.

Bei dem Angriff kamen dem iranischen Staatsmedien zufolge der Kommandeur der Revolutionsgarde, Salami, sowie Militärchef Bagheri ums Leben. Auch sechs Nuklear-Forscher seien getötet worden.

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Freitag, 13. Juni 2025, MÜSAVAT:

Atomanlagen wurden getroffen. Und die oberste Militärführung. In ihren Häusern in Teheran. Das ist eine ernste Botschaft. Das bedeutet, dass Israel im Iran ist, jede Wohnung, jedes Stockwerk und sogar die geheimen Häuser kennt, in denen die oberste Führungsebene lebt. Der Iran wird keine Chance bekommen, eine Atomwaffe zu bauen.

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Freitag, 13. Juni 2025, JERUSALEM POST:

Der Iran hat diesen Konflikt schrittweise vorangetrieben. Teheran unterstützte den Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober. Es unterstützte die Hamas vor dem Terrorangriff und in den Tagen danach. Es koordinierte sich mit Vertretern des Jemens, Libanons und Iraks, um Israel anzugreifen und einen Mehrfrontenkrieg in Gang zu setzen. Teheran glaubte, Israel würde unter der Last dieser Schläge zusammenbrechen.

Als ob ein Trug sie täglich äffte








5. Juni 2025: Serapion an Mephisto

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Die Städte aber wollen nur das Ihre

und reißen alles mit in ihren Lauf.

Wie hohles Holz zerbrechen sie die Tiere

und brauchen viele Völker brennend auf.

 

Und ihre Menschen dienen in Kulturen

und fallen tief aus Gleichgewicht und Maß,

und nennen Fortschritt ihre Schneckenspuren

und fahren rascher, wo sie langsam fuhren,

und fühlen sich und funkeln wie die Huren

und lärmen lauter mit Metall und Glas.

 

Es ist, als ob ein Trug sie täglich äffte,

sie können gar nicht mehr sie selber sein;

das Geld wächst an, hat alle ihre Kräfte

und ist wie Ostwind groß, und sie sind klein

und ausgehölt und warten, daß der Wein

und alles Gift der Tier- und Menschensäfte

sie reize zu vergänglichem Geschäfte.

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Rainer Maria Rilke (1875 – 1926)