A N A B A S I S

Thalatta ! Thalatta !

Infopoint

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9. Juli 2022: Beob an Mephisto

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Ich denk, ich krieg einen Börnaut! Stell Dir vor, bei uns in Deutschland, die sind völlig ausgebrannt, die freien demokratischen Hirne! Die wollen als Heileit Englisch als zweite Sprache einführen! Diese Gämchänjer! Und als brenpunktmäßigen Hotts-Pott haben sie sich für den Höhepunkt ausgerechnet wen erkoren? Wie als wären sie vollkommen transparent inakzeptabel emotionsfrei, diese liberalen Hirne?

Die deutschen Amtsstuben!

Unsere deutschen Beamten, Beamtinnen und Diversen als Versuchskarnickel!

Die Idee hat ihnen sicher heimarbeitend irgendein kissenpupender Hohmoffiswisselbloa oder eine kissenpupende Hohmoffiswisselbloain oder ein(?) kissenpupend(?) divers(?) Hohmoffiswisselbloa(?) geautet!

Nein, das ist keine Fäknju, denn im Radio brachten sie es leif erlebt ohne das geringste Körnchen „mutmaßlich“ während der Njus:

Die FDP plädiert dafür, Englisch als zusätzliche Verwaltungssprache in deutschen Behörden einzuführen.

Damit sollten Migranten Behördengänge erleichtert werden, heißt es in einem Bericht des „Handelsblatts“. Die Zeitung beruft sich auf ein Papier zur Einwanderungspolitik, das von Bundesbildungsministerin Stark-Watzinger und dem stellvertretenden FDP-Chef Vogel erarbeitet wurde. Es soll heute vom Parteipräsidium verabschiedet werden.

Neben Englisch als zusätzlicher Sprache in Ämtern wollen die Freien Demokraten auch die Deutschförderung für Fachkräfte und deren Familien ausbauen sowie die Anerkennung ausländischer Bildungs- und Berufsabschlüsse erleichtern.

Montag, 4. Juli 2022, Deutschlandfunk

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Und, was soll ich Dir sagen, am nächsten Tag stand prompt und frech in der bösen Bild zu lesen:

Beamte sollen Englisch lernen

Es ist ein ehrgeiziger Plan: Die FDP will Englisch „als zusätzliche Verwaltungssprache“ in deutschen Behörden einführen – um ausländischen Zuwanderern den Gang zum Amt zu erleichtern.

BILD begrüßt den Vorstoß, liefert hier schon mal die Anleitung für unsere Beamten, um zentrale Begriffe der deutschen Bürokratie zu übersetzen:

Nicht zuständig

not competent/responsible

[nott kompätänt/räsponseböl]

Zuweisungsbescheid

assignment notice

[Ässainment Notiss]

Lohnsteuerjahresausgleich

Annual payroll tax adjustment

[Ännjuell Päirol Täcks Ädschastment]

Niederlassungserlaubnis

permanent residence permit

[Pörmönent Räsidänts Pörmit]

Doppelbesteuerungsabkommen

double tax treaty

[dabbel Täcks Trietie]

Ehegattenbesteuerung

Spousal taxation

[Spausel Täcksäischän]

Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz

Cattle Beef Labeling Surveillance Task Transfer Act

[Kättel Bief Läibelling Sörväijens Taask Träns för Äkt]

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Dürfen die das? Ist das korrekt? Ist das nicht diskriminierend?

Doch selbst der Beamtenbund reagierte unbehäbig fuchtig:

Der Deutsche Beamtenbund hat sich gegen den Vorstoß der FDP ausgesprochen, künftig Englisch als zweite Verwaltungssprache in Behörden zu etablieren.

Wenn es um Verordnungen und Gesetze gehe, gelte hierzulande schon aus Gründen der Rechtssicherheit die Amtssprache und die sei Deutsch, sagte Verbandssprecherin Ibald dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Künftig auch auf Englisch zu kommunizieren, führe zu Mehraufwand. Zugleich betonte der DBB, man setzte bereits bei der Personalgewinnung im öffentlichen Dienst auf interkulturelle Kompetenz und dort, wo es geboten sei, auch auf Mehrsprachigkeit.

Dienstag, 5. Juli 2022, Deutschlandfunk

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Und im DER SPIEGEL von heute zieht sogar der Deutsche Städtetag verschnupft hinterher:

Städtetag gegen Englisch im Amt

KOMMUNEN Der Deutsche Städtetag hat den Vorstoß der FDP kritisiert, Englisch als zweite Verwaltungssprache in Behörden einzuführen. Der Vorschlag sei »jenseits allen Realitätssinns«, sagte Vizepräsident Burkhard Jung (SPD). »Um alle Menschen in den Verwaltungen in verhandlungssicherem Englisch weiterzubilden, Gesetze, Verfahren und unzählige Dokumente zu übersetzen, wäre der Aufwand riesig.« Zudem hätten bereits heute »alle großen Städte englischsprachige Angebote für Fachkräfte, Geflüchtete und Schutzsuchende«. Hinzu kämen Informationen in weiteren Sprachen wie Türkisch, Spanisch, Arabisch oder Russisch sowie die Möglichkeit, sich von Dolmetschern helfen zu lassen. Im Hinblick auf dringend benötigte Fachkräfte aus dem Ausland fordert Jung, wie auch die FDP, die Beschleunigung von Visaverfahren und die schnellere Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Die Liberalen hatten am Montag Ideen zur Einwanderungspolitik und zum Fachkräftemangel vorgelegt. Durch die Einführung von Englisch als Verwaltungssprache wollen sie ausländischen Fachkräften Behördengänge erleichtern. Vor dem Städtetag hatte bereits der Beamtenbund den FDP-Vorschlag abgelehnt.

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Also Gäme ower!

Aber wie hieß das doch gleich?

Neben Englisch als zusätzlicher Sprache in Ämtern wollen die Freien Demokraten auch die Deutschförderung für Fachkräfte und deren Familien ausbauen“?

Wie wäre es denn zuvörderst mal mit der Idee, die Deutschförderung in Deutschland für Politiker und Journalisten auszubauen?

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