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Thalatta ! Thalatta !

Schlagwort-Archiv: Irrsinn

Die Zeit der Geier








Samstag, 31. Januar 2026: Sehmann an Mephisto

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Freitag, 30. Januar 2026, PRAVDA:

Der Iran hatte nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Ende der direkten britischen Vorherrschaft einen demokratisch gewählten Regierungschef aus dem weltlichen Lager. Das war Mohammad Mossadegh, der die Ölindustrie verstaatlichte und damit deren Kontrolle durch die Briten gefährdete. Wir wissen ja, wie solche demokratisch gewählten Politiker gewöhnlich endeten – im Iran, in Guatemala, Kongo, Chile, Argentinien, Venezuela oder Bolivien. Die Vorgehensweise mit Töten oder Entführen von Politikern hat regelmäßig das gewünschte Ziel zur Folge: An die Macht kommen immer konservativere Kräfte und es steigert sich die innere Spaltung. Dann kommt die Zeit der Geier, die über ihre Beute fliegen können. Und das Märchen vom Schutz der Menschenrechte zeigt dann sein wahres Gesicht: Ich bin da, um dein Öl zu fressen.

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Montag, 26. Januar 2026, LAUSITZER RUNDSCHAU:

Es ist höchste Zeit, mit der Suche nach Sinn in diesem Strudel des Irrsinns aufzuhören. Der Kaiser der Welt, er ist nackt. Donald Trump ist ein US-Präsident, bei dem kognitiver Verfall, Gier und grenzenloser Narzissmus längst das Ruder übernommen haben. Einen Plan hat er weder für Grönland noch für Venezuela, den Welthandel oder die taumelnde US-Wirtschaft. Ein Vorstoß hier, ein Rückzieher da, Bomben auf Fischerboote, ein verschleppter Staatschef, eine grenzdebile Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos: Das Trommelfeuer der großen Donald-Show stürzt die Welt in immer neue Hysterie-Anfälle. Trump macht das Leben von Millionen Menschen in den USA und auf dem gesamten Planeten deutlich schlechter. Uns stehen drei lange und gefährliche Jahre bevor.

Der mutmaßliche Täter konnte fliehen

 

21. April 2019: Bellarmin an Mephisto

 

In letzter Zeit enden Berichte und Nachrichten über eine neue Untat auffällig häufig mit dem Satz: „Der mutmaßliche Täter konnte fliehen.“

Auffällig deshalb, weil aus denselben Anlässen in der nachrichtlichen Berichterstattung vormals stets die Täter flohen. Was sich im Nachhinein ausnahmslos auch als richtig erwies: Kein einziger Fall ist mir bekannt, bei welchem etwa der Täter am Tatort geblieben und an seiner Stelle stellvertretend eine andere Person geflüchtet wäre.

Immer hauten die tatsächlichen Täter ab!

Was deshalb auch kriminologisch der vernünftigste ermittlungstaktische Ansatz war und ist.

Achtung!

Merksatz: Ein Täter hat die Tat getan und ein Täter muß gesucht werden!

Und nicht ein mutmaßlicher Täter.

Also was soll das?

Ich mutmaße mal, es reiht sich ein in den gegenwärtig beängstigend um sich greifenden und nicht allein sprachlichen Schwachsinn unseres aktuellen deutschen Journalismus. Hier im Speziellen meint man wohl schon nahezu zwanghaft, in gleichsam vorauseilendstem Gehorsam, sich jedweder Verurteilung wegen etwaiger Vorverurteilung eines juristisch noch nicht Abgeurteilten entziehen zu müssen.

Aus Gründen politischer Korrektur.

Und merkt dabei gar nicht, wie man sich immer denkunfähiger in diesen Irrsinn verstrickt.

Denn wenn schon, denn schon: Müßte man nicht einbeziehen in eine derartig fanatische Berichterstattung sterilster Korrektheit, daß es sich vielleicht gar nicht um einen Täter handelte, sondern es sich ebenso gut um eine Täterin handeln könnte, einen Transvestiten, eine*(n) Transjenda, einen Zwitter?

Et cetera pp.?

Um nach jener mutmaßlichen Logik keine mutmaßlichen Männer mutmaßlich sexistisch mutmaßlich zu diskriminieren?

Wer sich bei Facebook angemeldet hat, kann aus mehr als 50 Geschlechtsidentitäten wählen, „transweiblich“, „Mann zu Frau“, „trans*männlich“. Alle Möglichkeiten stehen offen, jedes Kind kann Experte in eigener Sache sein.“

(DER SPIEGEL 04/2019)

Müßte man demnach nicht schreiben( und vor allem sagen!):

Derdiedas et cetera mutmaßliche Täter*In konnte mutmaßlich fliehen?“

Und wie soll man all die mutmaßlichen Jenda ermitteln per DNA-Analyse eines genetischen Fingerabdrucks des*der mutmaßlich geflohenen mutmaßlichen Täter*In?

Ach, ist das alles schwierig heutzutage!

Ich bin schon gespannt wie ein Flitzbogen: Wie wird man all die unsäglich politisch korrigierten Mutmaßlichkeiten in den vom Deutschlandfunk hochherzig gepriesenen „Nachrichten in einfacher Sprache“ sprachlich Minderbemittelten, Pardon, sprachlich Gehändikäpten vermitteln?

Aber egal, was bin ich doch für ein glücklicher Mensch, ich kann mir unbelastet jetzt däm*lich grinsend herr*lich ein Bauer*Innenfrühstück brutzeln…