A N A B A S I S

Thalatta ! Thalatta !

20.11.15 Mephisto an Serapion

Ich habe nicht gezählt, wieviele Politiker mir in letzter Zeit erklärten, was Terroristen des Islamischen Staates wirklich wollen. Fast immer mit dem Stereotyp „genau das“! Unser Justizminister Heiko Maas beispielsweise schwor Stein und Bein, die Einführung der Vorratsdatenspeicherung, das wäre genau das, was die Terroristen wirklich wollten (=> Rumpelstilzchen).

Wenige Wochen, bevor er sie dann endlich einführte.

Den Vogel schoß vor drei Tagen der sich sonst mit vernünftigeren Bedenknissen vor etlichen seiner grünen Kollegen, vor allem auch vor Simone Peter, auszeichnende Cem Özdemir ab: Den Einsatz von Bodentruppen in Syrien, genau den bezweckten die IS-Terroristen mit ihren Anschlägen…

Auch hier glaube ich, daß sie eher nicht beabsichtigen, den Einsatz von Bodentruppen gegen sich herbeizuführen mit ihren Morden.

Ebenfalls sind die Experten sich einig über die Ursachen des Terrorismus, und das seit Jahren und Jahrzehnten immer aufs neue: Er entspränge miesen sozialen Verhältnissen und der Perspektivlosigkeit. Und daran und dafür trüge natürlich der böse Westen Schuld und Verantwortung.

Angesichts der obwaltenden Ungeheuerlichkeiten glaube ich, wird es dringend, sich endlich zu befreien von diesen marxistischen Zwangsvorstellungen, die Geschichte wäre eine Geschichte von Klassenkämpfen, und das Sein bestimme das Bewußtsein. Und endlich aufzuwachen, sich die Augen zu reiben und vorurteilsfrei und rational sich damit auseinanderzusetzen, was uns die näher kommenden Einschläge an politisch unkorrigierten Fakten zeigen.

Und hier zeigen sie uns offenbar ein eher anthropologisches denn soziales Phänomen: Es gibt auf unserem Planeten Menschen, die lieber mit einer Kalaschnikow herum- statt einem Pflug hinterherlaufen.

Um deren Bewußtsein geht es, es geht um die Faszination des Mordens.

Die sind nicht gedemütigt durch den Westen. Die sind gedemütigt durch ihr Unvermögen.

Wir sollten uns endlich einmal ein paar Fragen gestatten.

Beispielsweise: Könnte eine mißglückte Integration nicht bisweilen etwas mehr zu tun haben mit der Mentalität dieser Leute als mit wie immer gearteten sozialen Gegebenheiten? Und könnte es nicht sein, daß sogenannte Bildungsferne auch etwas zu tun hat mit Blödheit?

Könnte es sein, daß, obwohl heutzutage ungern erwähnt, es Dumme gibt auf Erden?

Daß Armut, zumindest in heutiger abendländischer Zivilisation, auch etwas zu tun haben kann mit unstillbarer Blödheit? Und daß „Bildungsferne“ nicht die Folge von Armut, sondern Armut die Folge von mentaler Dummheit sein könnte, eventuell gewissermaßen quasi?

Dabei handelt es sich doch um einen ganz einfachen Satz: Menschen sind Wesen unterschiedlicher Intelligenz.

Die westliche Gesellschaft leistet sich blinde Flecke, die sind lebensgefährlich.

Ungebildet aber stolz: Mord und Totschlag sind der Stolz der Dummen!

Die Knarre hebt das Selbstwertgefühl von zivilisatorisch Überforderten.

Der sich kulturell gedemütigt Fühlenden.

Und deren Bewußtsein wird nicht zu befrieden sein mit besseren Lebensbedingungen in westlichen Wirtschaftsverhältnissen.

Denn deren Problem heißt „Rechtgläubigkeit“.

Gib ihnen eine Knarre, dann spielen sie Wildwest.

Ich Arschloch werde wichtig, sobald ich eine Waffe trage: Darum geht es.

Es geht um das religiös verbrämte Geltungsbedürfnis von Arschlöchern.

Unter jedweden sozialen Verhältnissen wird es immer braune SA-Banden und Rote Khmer und Rote Garden und Revolutionsgarden und Sansculotten und Schwarze Blöcke und Hooligans und Massenmordleugner und wegbereitende Verschwörungstheoretiker geben: Die Juden sind schuld und die Amis und die Tutsis und die CIA. Menschen, die begeistert in jede Ecke der Welt zu Kriegsschauplätzen eilen. Auf Schlachtfelder, wo man nach Herzenslust Leute abknallen kann. Menschen, die gern in Wäldern streifen, denen es ein Bedürfnis ist, dort Wehrsportgruppen zu gründen und Freikorps.

Mit der Macht der Horde endlich gerechterweise auf Indianer schießen zu können.

Um zurückzukehren zu den nahöstlichen Horden und ihren westeuropäischen Ablegern. Ihr Haß auf den Westen ist eigentlich Neid, ihre Pose des Unterdrücktseins Rechtfertigungsideologie für Unfähigkeit. Den resultierenden Minderwertigkeitskomplex kompensieren sie mit Allmachtgefühlen im Blutrausch: Sie, die Herren über Leben und Tod.

Endlich gewinnt die Canaille Macht.

Dummheit, Faschismus und religiöse Bestialität sind unausrottbar.

Mozarts „Kleine Nachtmusik“, Hölderlins „Hyperion“ und Chopins „Berceuse“ aber ebenso. Denn:

 

Wo aber Gefahr ist, wächst

Das Rettende auch.

Friedrich Hölderlin (1770 – 1843)

 

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