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Thalatta ! Thalatta !

Die Rache des blutigen Zwerges

 

1. Juli 2018: Serapion an Mephisto

 

Bei dem Mann handelt es sich um einen Ukrainer. Und als solcher hatte er auf der Krim gelebt und sich empört gegen deren Annexion wider allen Rechtes durch die Russen. Da wurde er gegen seinen Willen selbst zum russischen Staatsbürger erklärt und, im einundzwanzigsten Jahrhundert, in typisch russischer, also zaristischer Manier verurteilt zu 20 Jahren Haft.

In Worten: Zwanzig!

Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn, elf, zwölf, dreizehn, vierzehn, fünfzehn, sechzehn, siebzehn, achtzehn, neunzehn, zwanzig…

Zwanzig Jahre…

Es handelt sich also um den ukrainischen Regisseur Oleh Senzow.

Nach typisch zaristischer, also russischer Manier verschleppte man den Mann in eine Strafkolonie an den nördlichen Polarkreis. Sein Haftort für die nächsten zwanzig Jahre heißt Labytnangi.

Michail Chodorkowski, der selbst zehn Jahre in russischer, also unmenschlicher Haft verbringen mußte, sagt im aktuellen SPIEGEL: „Zwanzig Jahre Haft im hohen Norden übersteht nur, wer da geboren ist oder sich an das Klima anpassen kann. Senzow ist zu alt dafür.“

Seit Mai befindet sich Oleh Senzow im Hungerstreik.

Er wird künstlich ernährt.

Er fordert die Freilassung von 64 Ukrainern in russischer Gefangenschaft.

Ausdrücklich hat er sich selbst ausgenommen.

Er weiß, daß er auch nicht damit rechnen kann, selber freizukommen.

Denn in dem verbrecherischen Prozeß gegen ihn soll er Putin als „Blutigen Zwerg“ tituliert haben aus irgend einem Grund.

 

Putin ist ein Betrüger, ein Mörder und ein KGB-Agent.“

US-Senator John McCain

 

2 Antworten zu “Die Rache des blutigen Zwerges

  1. saminana 2. Juli 2018 um 20:51

    Der Dissident Viktor Fajnberg, einer derjenigen, die 1968 auf dem Roten Platz gegen die Invasion der CSSR demonstriert haben, hat Präsident Zeman diesbezüglich einen Brief geschrieben. Dieser schweigt. Wer hierzu schweigt, macht sich mitschuldig. Wenigstens der tschechische Senat hat reagiert.

    • Michael Verleih 5. Juli 2018 um 14:04

      Danke für die Nachricht! Ich wollte, der deutsche Bundestag würde sich ebenfalls damit befassen! Und mit der ungeheuerlichen Drohung des blutigen Auftraggebers gegen die ukrainische Souveränität am Beginn der Fußballweltmeisterschaft! Oder wenigstens, es wäre ein Thema in den deutschen Medien…

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